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Neue Immunsuppressiva als Kombipartner für Ciclosporin
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Mehrere Substanzen, die die
Aktivität der T-Lymphozyten weiter drosseln, sind bereits in der
klinischen Prüfung
MÜNCHEN (wst). Organtransplantationen sind
ohne effektive Immunsuppressiva undenkbar. Neue Entwicklungen, die im
Konzert mit bewährten Immunsuppressiva übertragene Organe besser schützen
und gleichzeitig erlauben sollen, die Toxizität der Therapie zu
reduzieren, werden bereits klinisch geprüft.
Eine völlig neue Klasse von Immunsuppressiva
begründet der T-Zell-Migrationsblocker FTY720, wie Professor Björn
Nashan von der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie der
medizinischen Hochschule Hannover auf einem vom Unternehmen Novartis
ausgerichteten Pressegespräch in München gesagt hat. Die momentan in
Phase- II-Studien geprüfte Substanz hindert T-Zellen daran, in das
Transplantat einzuwandern, wo sie normalerweise ihre zerstörerische
Potenz entfalten. In Tierversuchen konnte die Überlebensdauer allogener
Transplantate durch die Applikation von FTY720 deutlich verlängert
werden. Die Infektanfälligkeit scheint dabei unter dem neuen
Migrationshemmer nicht anzusteigen.
FTY720 ist als synergistisch wirkender,
dosissparender Kombinationspartner für das bewährte, galenisch
optimierte Ciclosporin Sandimmun® Optoral und andere Immunsuppressiva
vorgesehen.
Ebenfalls zur dosissparenden Kombination mit
Ciclosporin hat das Unternehmen den Proliferationshemmer RAD -
voraussichtlicher Handelsname Certican™ - entwickelt. RAD, das sich
derzeit in Phase-III-Studien befindet, unterdrückt die
T-Zell-Proliferation. Zugleich wirkt es der chronischen vaskulären Abstoßung
entgegen, indem es Wachstumsfaktoren, die die Vermehrung glatter
Muskelzellen induzieren, hemmt.
Eine dritte Innovation des Unternehmens ist eine
magensaftresistente Formulierung der Mycophenolat. Das ebenfalls zur
Kombination mit Ciclosporin indizierte Immunsuppressivum - geplanter
Handelsname Myfortic™ - hat in Phase-III-Studien im Vergleich zu herkömmlichen
Zubereitungen eine bessere Bioverfügbarkeit bei gleicher Verträglichkeit.
Copyright: Ärzte Zeitung,
27.11.2001
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